Persönlichkeitsentwicklung: Den richtigen Mentor finden

Mentor finden Persönlichkeitsentwicklung

Die Persönlichkeitsentwicklung spielt in unser aller Leben eine zentrale Rolle. Immer mehr Menschen entscheiden sich aktiv dafür, Zeit und Energie in ihre Weiterentwicklung zu investieren. Doch auch wenn der Großteil der Menschheit das noch nicht tut – unterbewusst strebt jeder nach Fortschritt. Bewusst oder unterbewusst wollen wir uns ständig weiterentwickeln.  Wir wollen persönlichem Wachstum und zur besten Version unseres Selbst werden. Dies gilt für die unterschiedlichsten Bereiche unseres Lebens. Ein Mentor kann im Prozess des persönlichen Wachstum eine wichtige Rolle einnehmen. Es ergibt durchaus Sinn, sich einen Mentor zu suchen, der einem beim Erreichen seiner Ziele unterstützt. Warum? Das erfährst du in diesem Artikel.

Ein Mentor kann dir Jahre des Umherirrens abnehmen

Aber: Es ist nicht einfach, den richtigen Mentor zu finden.

Sicher, Du kannst  nach „Mentor” oder “persönlicher Mentor” googeln. Das wird jedoch höchstwahrscheinlich nicht die besten Ergebnisse liefern. In der Regel führt es zu einem rein transaktionalen Mentor mit einer Einheitsschablone für alle.

Bevor Du nach einem Mentor suchst, gibt es Arbeit zu erledigen.

Wie Robert Greene, Autor des Buches Mastery, empfiehlt:

Wählen Sie den Mentor nach Ihren Bedürfnissen und Neigungen aus… Die Leute irren sich oft in diesem Prozess, wenn sie jemanden wählen, der am kenntnisreichsten zu sein scheint, eine charmante Persönlichkeit oder die größte Strahlkraft auf dem Gebiet hat; alles oberflächliche Gründe. Wählen Sie nicht einfach den erstbesten Mentor, der Ihnen über den Weg läuft. Seien Sie bereit, sich so viele Gedanken wie möglich darüber zu machen.

Diese 4 Schritte werden dir helfen, deine Bedürfnisse und Neigungen zu erkennen, damit Du den richtigen Mentor finden kannst.

1. Menschliche Evolution

Die Mentor/Mentee-Beziehung spiegelt die menschliche Evolution wider.

Beobachten, Kopieren, Anpassen ist das bewährte Modell des Lernens. Weit besser als sich ausschließlich sich selbst (isoliert) zu überlassen.

Indem Du jemandem zuhörst, der mehr Wissen, Erfahrung oder Fähigkeiten hat als du, wächst du auf natürliche Weise.

Indem Du beobachtest und geduldig das für Dich bedeutendste herauspickst, bereitest Du dich darauf vor, Wissen und Weisheit in dein eigenes Wesen zu assimilieren.

Mit der Zeit passt du sich an und machst es dir zu eigen.

Für ein Kind pflegt ein Mentor die zarten Knospen des Potenzials.

Ein Mentor, der die ersten Anzeichen des Potenzials eines Kindes sehen, anerkennen und zurückmelden kann, ist eine kostbare Sache.

Ermutigende Worte wie “Du weißt, dass du gut bist in…” {Schreiben, Malen, Sprechen, Laufen, Witze erzählen, Tanzen, Beziehungen eingehen…} prägen sich unauslöschlich in die Psyche des Kindes ein und stellen die Weichen für Selbstvertrauen und Kreativität.

Ein Mentor kann auch die negativen Tendenzen des Kindes auf eine unterstützende Art und Weise korrigieren.

Für den Teenager kann ein Mentor Verwirrung in Optimismus verwandeln.

Im Teenageralter toben die Hormone, Herzen brechen, und die Identität hat keine feste Adresse. Der Druck, akademische Leistungen zu erbringen, während man auf einer emotionalen Achterbahn festgeschnallt ist, ist eine harte Fahrt.

Wenn ein Mentor den Teenager so akzeptiert, wie er ist – mit seinen Ecken, seiner Verrücktheit und allem – und ihn dann anleitet, eine bessere Vision davon zu entwickeln, wer er werden könnte, entwickelt sich eine sichere Identität.

Für den Erwachsenen kann der Mentor die Ausbildung, das Geschäft, die Fitness und die psycho-spirituelle Entwicklung vorantreiben.

Du bist nie zu alt, um jemanden zu haben, der dein Potenzial beleuchtet und dich bei der Entwicklung dieses Potenzials begleitet.

Ein Mentor kann dir helfen, deine Stärken zu festigen und an deinen Schwächen zu arbeiten. Gerade letztere werden im Erwachsenenalter immer offensichtlicher und lästiger.

Sollte ein unerfüllter Traum dich noch immer verfolgen, kann ein Mentor dich dabei unterstützen, den Verlust zu verstehen oder den Traum auf eine Weise wieder aufleben zu lassen, die Du nicht für möglich gehalten hast.

2. Untersuche deinen Widerstand gegen Autorität

Traurigerweise verbringen viele Menschen Jahre, Jahrzehnte oder ein ganzes Leben ohne Mentoren.

Die Gründe dafür sind vielfältig: Angst, Unwissenheit, das Gefühl, unwürdig zu sein, oder einfach keinen Zugang oder den Wunsch zu haben, sich über das eigene Wissen und die eigenen Fähigkeiten hinaus zu verbessern.

Viel häufiger sind es jedoch Stolz und Eigensinn, die das Bedürfnis nach einem Mentoring unterdrücken.

Die Hand auszustrecken zeigt Verletzlichkeit. Etwas, das das eigene Ego immer zu vermeiden versucht.

In jedem Alter hemmen zu viel Selbst-Fokus und Hyper-Individualisierung dein Wachstum durch Isolation.

Wenn Du die Position des Untergebenen, des Lehrlings oder des Schülers ablehnst, verlierst du die Möglichkeit, dich mit der Erfahrung und dem Mentoring eines anderen zu verbinden.

Wenn Du es zu eilig hast, ans Ziel zu kommen, dein eigenes Ding zu machen, übersiehst Du, was dich ans Ziel bringt und wer dein Helfer werden könnte.

Selbst wenn Du ein Lehrer oder ein Experte bist, wird die Identifikation mit dem studentischen Geist für dich von großem Nutzen sein.

Steve Jobs hatte viele Mentoren, aber als er begann, sich mit dem Archetyp des Genies zu identifizieren, wurde sein Charakter für diejenigen, die ihm nahe standen, zunehmend unerträglich.

Wie Joanna Hoffman (Jobs’ rechte Hand) sagte:

Er hatte die unheimliche Fähigkeit, genau zu wissen, was dein Schwachpunkt ist, zu wissen, was dich klein fühlen lässt, dich zum Zittern bringt.

Jobs hat die Notwendigkeit einer anderen Art von Mentor nicht erkannt.

Selbst wenn Du enormen Erfolg hast, musst du dich immer noch als ein Werk im Werden sehen.

Der Verlust der Schülerschaft untergräbt deinen Sinn für Staunen, Neugier, Humor, Bescheidenheit und die Verbindung mit anderen – die Zutaten, um beweglich, energiegeladen und glücklich zu bleiben.

3. Gewinne deine Helden als Mentoren

Lange bevor sie sich kennenlernten, war Maya Angelou die Heldin von Oprah Winfrey.

Jahrzehnte später wurde Angelou zu Oprahs Mentorin und schließlich auch zu ihrer Freundin.

Nach dem Tod von Maya Angelou sagte Oprah dies über ihre Mentorin:

Sie bewegte sich durch die Welt mit unerschütterlicher Ruhe, Zuversicht und einer grimmigen Anmut. Ich habe sie geliebt und ich weiß, dass sie mich geliebt hat … Ich werde sie zutiefst vermissen. Sie wird immer der Regenbogen in meinen Wolken sein.

Wie Nassim Taleb in seinem Buch “Fooled By Randomness” schreibt:

Helden sind Helden, weil sie sich heldenhaft verhalten, nicht weil sie gewonnen oder verloren haben.

Der Helden-Mentor fängt deine Vorstellungskraft ein. Sie spiegelt wieder, wer Du werden willst und welche Geschichte du leben willst.

Du bewunderst, wie deine Helden durch die Welt gehen. Die Eigenschaften, die sie vorleben. schließlich wird genau das zur Inspiration für dein persönliches Wachstum.

Bringe deinen Helden-Mentor näher

Anstatt deinen Helden als über dir stehend zu sehen, nimm ihn dir zu Herzen und erkenne all die Dinge an ihm an, die auch du werden willst.

Studiere ihre Biografien, Bücher, Artikel, Podcasts und Manifeste deines Helden-Mentors. Grabe unter der Oberfläche des Glamours, den sie vielleicht darstellen, nach den Opfern und Entscheidungen, die sie getroffen haben, um zu werden, wer sie sind.

Untersuche genau, warum sie deine Phantasie anregen und wie sie die Geschichte, die du leben willst, veranschaulichen.

Ist es ihr Mut, ihre Ausdauer, ihr Edelmut, ihr Kampfgeist, ihr Scharfsinn, ihre Neugierde oder ihr Mitgefühl, das dich jedes Mal aufleuchten lässt, wenn Du den Namen deines Helden hörst?

Der symbolische Wert des Helden-Mentors kann verlockend, berührend und befreiend sein.

Lege jedoch den Fokus stets darauf, was du aus dem Leben, Handeln und Denken deines “Vorbilds” für dein Leben ableiten kannst.

4. Fördere deinen inneren Mentor

Der innere Mentor ist der wichtigste Mentor von allen, weil er alle anderen Mentoren beeinflusst. Dies ist die Beziehung, die du am meisten brauchst.

Der innere Mentor geht tiefer als Mentalität und Emotion, Talent und Können, und doch beeinflusst er all diese.

Der innere-Mentor ist deine intuitive Intelligenz. Es ist deine gefühlte Selbsterkenntnis im Gegensatz zu deiner festgefahrenen Meinung über dich selbst. Deine Intuition, dein Höheres Selbst, nenn es wie du willst. Es ist die Stimme in dir, die dir zuflüstert, dass da mehr geht, als du glaubst. Ob du ihr zuhörst, ist deine Sache. Viele Menschen unterdrücken ihre innere Stimme, weil sie zu viel Einfluss von außen erfahren. 

Einsicht geht vom inneren Mentor aus.

Wie Malcolm Gladwell in seinem Buch „Blink: The Power Of Thinking Without Thinking“ sagt:

Einsicht ist keine Glühbirne, die in unserem Kopf aufgeht. Sie ist eine flackernde Kerze, die leicht ausgelöscht werden kann.”

Mit anderen Worten: Der innere Mentor ist zerbrechlich und braucht bewusste Unterstützung.

Du begegnest deinem inneren Mentor, wenn du ihn gezielt entwickelst.

Es ist ein Prozess, in dem du ihn durch Aufmerksamkeit, Bewusstheit und durch regelmäßige Aktivitäten, die mit deiner Persönlichkeit harmonieren, ins Dasein lockst.

Alles, was die Intuition entwickelt, fördert deinen inneren Mentor.

Der direkteste Weg ist die Meditation.

Hilfreich sind auch meditative Aktivitäten wie das Tagebuchschreiben (Journaling), Gebete, sanfte Kampfsportarten und Yoga, Lesen und Schreiben, meditatives Handwerk und Musik.

Der häufigste Weg, wie wir den inneren Mentor auslöschen, ist durch ungesunden Konsum. Plastisches, unbewusstes, übermäßiges Essen erzeugt eine ähnliche Art von Bewusstsein – dumpf und aufgebläht.

Drogen und Alkohol schüren Unsicherheiten und vernebeln die Fähigkeit, die innere Stimme zu hören.

Als beispielhafter Millennial und Autor des Buchs “The Daily Stoic” schreibt Ryan Holiday:

Dieser Wunsch, sich selbst auszulöschen – endemisch in der Binge-Kultur meiner jungen Freunde und Gleichaltrigen – ist ein weiterer, den ich immer nur schwer verstehen konnte. Es ist ein Teil der Angst. Es ist ein Kreislauf – unglücklich und unerfüllt, treffen wir schlechte Entscheidungen, die uns zu den Fluchtwegen führen, die die Realität erträglicher machen.”

Fazit

Dein innerer Mentor ist dein Anker und dein Kompass. Er zeigt dir, wo du bist, und weist dir die bestmögliche Richtung.

Ohne den inneren Mentor hörst du nicht mehr auf dich selbst, beugst dich den Illusionen des Egos und glaubst, dass Denken allein eine Lösung ist.

Dein innerer Mentor führt dich dazu, deine Bedürfnisse und Neigungen zu verstehen, treibt dich an, nach Sinn und Zweck zu suchen, und führt dich schließlich auf ganz natürliche Weise mit deinen äußeren Mentoren zusammen.

Tue alles, was in deiner Macht steht, um deinen inneren Mentor zu finden und zu entwickeln.

Verbinde dich mit deinem inneren Mentor und lerne, die tiefsitzenden Glaubenssätze, die du versehentlich geerbt hast, loszulassen. Glaubenssätze, also unterbewusste Überzeugungen, können dich wie eiserne Ketten davon abhalten, das zu tun, was dein Herz, dein innerer Mentor dir sagt. So lange, bis du deine limitierenden Glaubenssätze entdeckst und sie durch dienliche ersetzt, werden sie unbewusst bleiben. Sie werden dein Leben steuern und du wirst es Schicksal nennen. 

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