PETER BEER CHAINLESSLIFE

#130 Zen-Buddhist Peter Beer über Bewusstseinsentwicklung

#130 Zen-Buddhist Peter Beer über Bewusstseinsentwicklung

PETER BEER CHAINLESSLIFE

Peter Beer ist Psychologe, Coach und Zen-Buddhist. Er vereint also Wissenschaft mit östlicher Meditationspraxis und der eigenen Erfahrung. Als Familienvater und Unternehmer hat er sich ganz klar gegen ein Leben als Mönch entschieden. Warum Peter das getan hat, welche krasse Erkenntnis du aus der Meditation ziehen kannst (sie wird dein Leben verändern…) und wie die Balance zwischen Spiritualität und „wirklicher Welt“ gelingt – das alles gibt es in dieser Folge.

Wir leben (nicht) im Jetzt

Alles, was wir jeden Tag sehen, nehmen wir im Alltagsbewusstsein wahr. Wir sind nicht besonders achtsam im Moment, stattdessen sehnen wir uns nach diesem gewissen Kick an Glücksgefühlen. Die meisten Menschen wollen diesen Kick mit materialistischen Besitztümern, doch dieses ständige Wollen wird ebenso in die spirituelle Welt übertragen: Ein besonders krasses Meditationserlebnis,  die ganz besondere Erleuchtung.

Es ist aber so: Diesen Moment jetzt gerade, in dem du das hier liest, hat es so noch nie gegeben. Entweder wir tun das ab und sagen „ist doch ein Moment wie jeder andere“ oder wir werden kurz still und nehmen bewusst wahr: Was ist jetzt gerade da? Das muss nichts außergewöhnliches sein. Und trotzdem kannst du ihn mit dem dazugehörigen Gefühl, wozu der Taoismus einlädt, bis zur Transzendenz auskosten.

Du bist nicht dein Körper

Das was du als Körper wahrnimmst, ist eher ein Körpergefühl. Wenn du die Augen schließt, kannst du deinen Körper nicht mehr sehen, nur noch spüren. Wenn du einmal achtsam einen Bodyscan machst, also ganz bewusst in jeden Teil deines Körpers hineinspürst, dann spürst du eine Reihe an Empfindungen. Das, was man als Körper bezeichnet, ist also eigentlich nur ein Raum an Empfindungen, reine Wahrnehmung.

Im Alltag identifizieren wir uns oft mit diesem Körpergefühl. Wenn wir gestresst sind, spüren wir das Ich-Körper-Gefühl stärker. Wenn wir aber ein krasses Gespräch mit Freunden führen, in das wir total vertieft sind, dann nehmen wir unseren Körper kaum noch oder zumindest sehr viel weniger wahr.  

Durch dieses Beispiel merkst du: „Hey, ich kann diese Dinge, mit denen ich mich identifiziere, wahrnehmen. Und alles was ich beobachten kann, kann ich nicht sein.“ Das ist die Magie in der Meditation und Achtsamkeit: Loslassen von der Anhaftung an den Dingen, mit denen du dich identifizierst.

Wenn wir nun unsere Gedanken, Gefühle und unseren Körper durch Meditation beobachten können, was sind wir denn dann noch?

Dir bewusst darüber zu sein, dass du bewusst bist, ist das einzige, was du weißt. Am Ende können wir auch nicht wissen, was nach dem Tod kommt oder was der Sinn des Lebens ist. Wissen ist ein Raum des Denkens, damit kommen wir nicht weiter. Das Erfahren ist etwas anderes.

Warum Zen-Buddhismus?

Peter Beer hat sich im Zen-Buddhismus wiedergefunden, denn dieser lehnt striktes Glauben ab. Im Zen-Buddhismus gibt es drei fundamentale Regeln (jeweils nicht wörtlich gemeint):

1) Töte deine Eltern. -> Erkenne, dass du das Produkt deiner Konditionierungen, Glaubenssätze und Strukturen aus der Vergangenheit bist und durchbrich sie.

2) Töte Buddha. -> Hör auf, an irgendwelche Konstrukte zu glauben und an Dogmen festzuhalten. Mach stattdessen die Erfahrung selbst.

Jegliche religiöse Lehre soll eigentlich nur ein Vehikel sein, um sich auf den Weg der Erfahrung zu machen. Genauso war Jesus darauf aus, dass die Menschen selbst Gott erfahren. Bloß haben die Generationen nach ihm nicht mehr die direkte Erfahrung gehabt und die Lehre dann zu einem Glaubenskonstrukt geformt. Peter sagt: Jesus hat die gleichen Lehren aus der Erfahrung heraus gepredigt wie viele andere Weisheitslehrer. Im Zen-Buddhismus gilt deshalb: Nutze das Vehikel, aber lass dich nicht davon blockieren.

3) Töte dich selbst. -> Wir haben so viele Identifikationen: Gedanken, Gefühle, Körper… Wir glauben „das bin ich“, aber du kannst nicht das sein, was du beobachten kannst. „Es fühlt sich an wie Ich“, wäre die treffendere Beschreibung. Nun ist die Frage: Wenn alle diese Identifikationen wegfallen, was bleibt dann übrig?

Dieser Frage nachzugehen, ist für Peter echte Persönlichkeits-Ent-Wicklung. Man kann sich diesen Prozess vorstellen wie ein Garnknäuel, das entwickelt wird, um das hervorzubringen, was im Kern steckt.

Kritik an Psychedelics

Unsere psychische Konstitution ist auf unserem (je nach Person) mehr oder weniger festgefahrenen Selbstbild aufgebaut. Wenn man jetzt mit Psychedelics dieses gesamte Selbstbild auflöst, ohne dass ein anderes Standbein parat steht, dann fühlt sich das nicht gut, sagt Peter aus eigener Erfahrung. Und mehr noch: Es reißt dich raus und du fällst in eine Leere ohne Alternative.

Deshalb empfiehlt Peter Psychedelics gerade am Anfang mit professioneller Guidance. In verantwortungsvollem Umgang sieht er großes Potenzial in diesen Substanzen.

Verwechsle nicht Gedanken und Gefühle!

Gefühle sind Energie in Bewegung (E-motion). Eine Emotion kommt zustande, indem ein Signal des limbischen Systems zur Ausschüttung von all den nötigen Hormonen führt. Wir spüren Gefühle körperlich.

Was die meisten aber tun, wenn sie gefragt werden, wie es ihnen geht: Entweder einfach „gut“ sagen oder (ein Level weiter) nachdenken, wie der Tag war – statt in die Empfindung des Körpers zu gehen. Wer in die Empfindungen des Körpers hineinspürt, wird herausfinden, wie es ihm wirklich geht.

Wie Leid entsteht (nach Buddha)

Widerstand ist immer ein Anzeichen dafür, dass man gerade nicht im Moment ist. Nach Buddha gibt es 3 Dinge, die Leid verursachen:

  • Anhaftung (Attachment)
  • Ablehnung
  • Ignoranz

Wenn du Probleme im Leben hast, dich gegen etwas wehrst und dir permanent denkst „nein, das will ich nicht“, dann bist du im Leid statt in der Realität. Es geht immer darum, loszulassen im Leben. Die Frage ist nur, wie lange du dafür brauchst. Manche Menschen kämpfen nur Tage, andere Jahre.

Immer wenn in deinem Leben etwas nicht so ist, wie du das willst, dann komm auf diese 3 Regeln zurück und du wirst erkennen:

  • wo du daran anhaftest, wie etwas „sein soll“,
  • wo du etwas ablehnst, was „nicht so sein sollte“
  • oder wo du etwas ignorierst

Warum ist Peter nicht einfach ins Kloster gegangen und Mönch geworden?

Wir machen uns in unserer heutigen Gesellschaft so viel Druck wegen Dingen, die wir nicht verändern können. Aber die Welt hat sich schon immer weitergedreht.

„Wir leben in dieser weltlichen Welt. Wir haben die Uhr erfunden, um uns zur gleichen Zeit treffen zu können. Aber wir müssen uns ja nicht ewig aufregen, wenn das Mal nicht klappt.“ – So beschreibt Peter Beer die Balance zwischen Leistungsgesellschaft und meditativem Sein.

Mit Achtsamkeit können wir uns viel Energie sparen, weil wir uns nicht dauernd mit unseren schwierigen Gefühlen identifizieren. Und diese Energie, die wir dort sparen, können wir gebündelt einsetzen, um diese Welt mit mehr Bewusstsein zu einem besseren Ort zu machen. Zu einem Planeten, auf dem es Spaß macht zu leben. Ein geiles Unternehmen aufbauen, seinen Kindern das Beste mit auf den Weg geben.

Wir gehen mit dieser Welt so um, wie wir es tun, weil wir mit uns selbst so umgehen. Wir brauchen mehr Bewusstsein in dieser Welt, und dieses Bewusstsein zu schaffen, hat sich Peter Beer zur Aufgabe gemacht.

Ich hoffe, du konntest einiges aus der Episode lernen. Peace out,

Dein Mischa

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Ortsunabhängigkeit

Immer mehr Menschen erkennen heutzutage, dass sie nicht mehr an einen einzigen Ort gebunden sein wollen.
Aus gutem Grund, denn mit schönem Wetter fangen die Vorteile der Ortsunabhängigkeit erst an.

Selbst wenn es dir nicht nur darum geht neue Länder zu sehen, in fremde Kulturen einzutauchen oder am Strand deine E-Mails zu beantworten, während die alten Freunde weiterhin bei Regen im Büro sitzen… 

Deinen Arbeits- und Wohnort frei wählen zu können,
ist ein Luxus, in den es sich zu investieren lohnt. 

Wenn dir die Entwicklung oder das System eines Landes nicht gefällt, musst du nicht dort bleiben und dir alles gefallen lassen. Stattdessen gehst du einfach an einen Ort,
der dir besser gefällt. 

Finanzielle Unabhängigkeit

Eine der größten Süchte der Menschheit ist die nach einem geregelten monatlichen Einkommen. Wer süchtig ist,
ist abhängig. Und wer abhängig ist, ist nicht frei. 

Für uns geht es nicht darum, finanziell frei im Sinne von
ich kann mir unbegrenzt alles kaufen” zu sein. 

Uns geht es um finanzielle Unabhängigkeit.
Also den richtigen Umgang mit Geld zu lernen.
Geld für dich nutzen zu können, sodass du kein
Sklave des Geldes mehr bist. 

Sondern so, dass du durch das nötige Know-How ein Gefühl von Sicherheit und Unabhängigkeit vom Staat aufbaust. 

So, dass du dir genau das Leben ermöglichen kannst,
das du wirklich leben willst. Ohne dich von dem limitieren zu lassen, was du glaubst, dir leisten zu können. 

Emotionale Freiheit

Kennst du dieses Gefühl, nicht genug zu sein?
Aber auch diese Angst in dir, zu bedürftig, zu laut, zu viel zu sein? Oder dieses unterschwellige Gefühl, dich nicht so zeigen zu können, wie du wirklich bist? 

Damit bist du nicht allein. Viele von uns werden durch Schule und Erziehung regelrecht emotional unterdrückt.
Unser inneres Kind begraben wir unter einem Haufen aus verstümmelten Gefühlen. 

Emotionale Freiheit erlangen bedeutet:
Du kannst dich wieder öffnen. Deine Gefühle richtig spüren, volle Liebe zulassen, Angst, Schuld und Scham ablegen. 

Mensch sein dürfen mit all deinen Facetten, ohne dich verstecken oder limitieren zu müssen. 

Zeitliche Unabhängigkeit

Es ist an der Zeit, dass dein Leben wieder dir gehört. 

Hast du dir jemals aktiv die Frage gestellt:
Was mache ich mit meiner Zeit?
Wenn ja, konntest du dir die Antwort ohne Zwang frei aussuchen? Wahrscheinlich nicht. Doch genau das ist zeitliche Unabhängigkeit. 

Du erkennst alle unnötigen Zeitfresser, radierst sie aus und gestaltest dein Leben neu.
So, dass es sich wieder leicht anfühlt.

So, dass du deine Zeit auf diesem Planeten nutzen kannst, wie DU es wirklich willst. 

Deine Gesundheit, Beziehungen und Leidenschaften können wieder den Stellenwert bekommen, den sie verdient haben. 

Du kannst ihnen nun Raum geben, weil du nicht mehr in Dingen eingespannt bist, die du zu bestimmten Zeiten machen „musst„. Du suchst dir selbst aus, wann du was tust.

Mentale Freiheit

Die Reise zur ultimativen Freiheit beginnt immer
in deinem Kopf. 

Uns allen wird von unserem Umfeld und der Gesellschaft
eine Geschichte darüber erzählt, wie das Leben laufen soll.
Schule, Studium oder Ausbildung, Bürojob ausüben bis zur Rente: Unser Weg scheint in vorgefertigte Bahnen gedrückt. 

Die meisten Menschen adaptieren diese Story, ohne sie zu hinterfragen – und vergessen somit,
was das Leben alles für sie bereithält. 

Je weiter wir alte Muster aufbrechen, desto eher sind wir in der Lage, uns selbst zu verwirklichen – statt blind den vermeintlichen Träumen anderer zu folgen.

Wer mental frei ist, kennt die entscheidenden Schritte,
um seine persönliche Bestimmung zu finden und endlich
seine Ketten zu sprengen.

Was konkret bedeutet: Du hinterfragst deine Glaubenssätze und Konditionierungen. Du legst konventionelle Denkweisen ab und wirst zum Schöpfer deines eigenen Lebens.