Hedonismus & Eudämonismus: Der Schlüssel zum erfüllten Leben

Hedonismus und Eudämonismus

Seit fast drei Wochen sitzen die meisten von uns zum zweiten Mal im Lockdown und interessanterweise trifft es nicht jeden gleich. Einige Leute kommen irgendwie viel besser damit zurecht als andere.

Wieso fühlst du dich vielleicht aktuell gerade leer, eingesperrt, alleine und andere Leute stecken das super weg?

Die einfache Erklärung wäre jetzt zu sagen:

„Ja, es gibt introvertierte Leute und extrovertierte Leute. Introvertierte Leute sitzen sowieso meistens zu Hause und für die ist es gar nicht so ein großer Unterschied. Extrovertierte Leute wiederum, die eigentlich rausgehen und mit anderen Leuten zusammen sind, die haben jetzt auch Probleme, weil sie sich eingesperrt fühlen, weil sie ihre natürlichen Charaktereigenschaften nicht mehr wirklich ausleben können.”

Das ist ein guter Anfang, aber beantwortet noch bei weitem nicht alle Gefühle, die so viele von uns jetzt gerade spüren.

Vor allem diese Leere, dieses Gefühl von “Was zum Teufel soll ich jetzt eigentlich machen? Wie lange geht das noch?” Auch die Angst vor dem Ungewissen…

Dieses Thema ist viel breitgefächerter, geht viel tiefer und nicht nur darum, ob du introvertiert oder extrovertiert bist. Es gibt nämlich Menschen wie mich, die sind sehr extrovertiert, haben aber trotzdem kein Problem und da gibt es Leute, die sind introvertiert und fühlen diese Leere jetzt auch.

Woher kommt diese Leere also? In meinen Augen ist es die Lebenseinstellung.

Eine besonders verbreitete Lebenseinstellung ist der sogenannte Hedonismus. Vielleicht hast du diesen Begriff schon einmal gehört.

Was heißt Hedonismus genau?

Hedonismus heißt, dass du in deinem Leben so eingestellt bist, dass du dich gut fühlen, möglichst viel Spaß und möglichst wenig Leid spüren willst. Du möchtest Genuss empfinden, du möchtest Befriedigung und so wenig Stress wie möglich haben.

Und du hast ein starkes Verlangen, deine Bedürfnisse zu stillen und deine Rechte einzufordern. Diese hedonistischen Züge führen dann dazu, dass wir immer mehr wollen in unserem Leben. Wir wollen immer Neues erleben, immer mehr stimuliert werden. Da ist dieser Drang, einfach mehr zu erreichen, mehr zu kriegen, mehr zu fühlen.

Immer mehr, immer mehr, immer mehr.

In gewisser Weise liegt dieses Denken in der Natur des Menschen, davon bin ich überzeugt. Das Problem mit dieser Lebenseinstellung ist allerdings, dass man sich in Situationen wie dem Lockdown 2.0 momentan extrem leer fühlt. Einfach deshalb, weil all die Stimulanzen plötzlich wegfallen. Keine Partys mehr, keine Festivals, keine Events.

Man kann mit Hedonismus ein super geiles Leben haben

Ein turbulentes, aufregendes Leben. Ich selbst habe auch sehr hedonistisch gelebt, die ersten paar Jahre, nach meinem Erfolg als Natural Bodybuilder und Influencer. Ich hab eine geile Zeit erlebt, aber irgendwann wurde auch bei mir die Sache immer leerer.

Diese Leere ist das, was viele Leute jetzt gerade verspüren, weil sie den Spaß in ihrem Leben nicht mehr haben. Alles, was Spaß macht, ist aktuell sehr stark unterbunden und dadurch kommt diese Leere. Ich selbst würde nicht bestreiten, dass Hedonismus zu einem gewissen Teil wichtig ist, aber das Problem ist, dass wir uns immer an unsere Stimulanzien gewöhnen.

Das neue Auto: Zuerst ein Dopaminkick bei jedem Aufheulen des Motors. Ein Kribbeln im Bauch bei jeder Fahrt mit offenem Dach auf der Autobahn.

Oder das neue Handy: Zuerst andauerndes Säubern des Displays, von dessen Größe und elegantem Design man tief beeindruckt ist. Doch nach wenigen Tagen ist der Bildschirm genauso schmierig wie beim Vorgängermodell, genauso wie der Motor des neuen Autos zur Normalität wird.

Dieses Phänomen nennt man hedonistische Adaption

Wir adaptieren uns immer an die neuen materiellen Gegebenheiten. Unser „Normal“ verschiebt sich. Wir haben immer höhere Ansprüche und gleichzeitig machen uns die höheren Stufen nicht dauerhaft glücklicher. Sobald wir einen gewissen Standard erreicht haben, ist der nicht mehr gut genug. Das ist die Falle, in die man tappt, wenn man zu hedonistisch veranlagt ist.

Wir Menschen sind nicht dazu gemacht, mit einer hedonistischen Lebenseinstellung nachhaltig glücklich zu werden. Genau deswegen ist es wichtig, dass wir uns jetzt die Gegenseite anschauen. Was ist also das Gegenstück zum Hedonismus?

Hier finden wir ein Wort, dass ich manchmal immer noch nicht aussprechen kann:

Eudämonismus – Das Gegenstück zum Hedonismus

Es ist eine tugend-orientierte Ethik. Das heißt, statt sich wie beim Hedonismus die Frage „wie kann ich mich wirklich gut fühlen?“ zu stellen, fragen wir uns bei Eudämonismus: „wie werde ich ein richtig guter Mensch?

Das ist die große Grundfrage des Eudämonismus. Sokrates, Aristoteles und viele stoische Philosophen lebten alle nach dieser Frage: Wie werde ich zu dem besten Mensch, der ich werden kann? Vor allem im Bezug auf das, was ich der Welt zurückgeben kann?

Dort fängt eine extrem bereichernde Reise für dich an, wenn du dich einmal in diese Richtung bewegst. Denn dann ist dir nicht mehr wichtig, wie du am meisten Vergnügen in dein Leben bekommst, sondern auch, welchen Sinn du deinem Leben geben möchtest. Du stellst dir u.a. folgende Fragen:

  • Welche Talente habe ich?
  • Welche Meisterschaften kann ich in meinem Leben erreichen?
  • Welche Talente und Stärken möchte ich fördern, um auch wirklich authentisch glücklich und erfüllt zu leben?

Du siehst das Glück an oberster Stelle und nicht den Spaß, denn das Glück ist ein Teil deines Lebens, das du nicht erreichst, indem du dich immer wieder toppst mit dem, was du schon erreicht hast, sondern indem du verstehst, dass konstantes persönliches Wachstum dazugehört.

Im Vergleich zum Hedonismus, wo wir das Verlangen haben, unsere Bedürfnisse zu befriedigen und unsere Rechte einzufordern, geht es jetzt hier vielmehr darum:

  • Was sind eigentlich meine wirklichen Werte und mit wem möchte ich sie teilen?
  • Wie verdient es mit mir die Zeit zu verbringen? Was ist die Wahrheit?
  • Möchte ich mich selbst belügen oder will ich mir Sachen eingestehen, die vielleicht unangenehm sind?
  • Übernehme ich Verantwortung für diese Krise oder beklage ich mich den ganzen Tag?
  • Höre ich auf den Bullshit der Verschwörungstheoretiker, die in allem die Schuld des Staates oder von Bill Gates sehen?

Auf welche Ebene möchtest du dich fokussieren?

Am Schluss ist es eine offene Frage. Es gibt kein richtig oder falsch, sondern vielmehr eine Konsequenz für beide Richtungen. Das Schöne daran ist, dass du dich nicht für eine Seite entscheiden musst, sondern sie kombinieren kannst! Genau das ist die Grundphilosophie von ChainlessLIFE.

Wenn du mir auf Social Media folgst, siehst du, dass ich viel herumreise. Ich habe ein geiles Leben, aber ich habe auch ein erfülltes Leben. Es sind diese zwei Welten, die du versuchen musst zu kombinieren, gerade in diesen Zeiten. Zu viel Hedonismus führt zu Leere, wenn du aber ein bisschen hedonistisch eingestellt bist und dir auch mal Spaß gönnst, dann hast du ein geiles Leben.

Du kannst es nämlich auch mit dem Eudämonismus übertreiben.

Du kannst sagen:

„Hey, ich werde ein Stoiker, ich fokussiere mich nur noch auf das Denken, nur noch auf meine Bestimmung, nur noch auf meinen Zweck. Alles ist meinem Lebenssinn gewidmet.”

Das kann allerdings ein sehr trockenes Leben werden. Das kann dich zu einem sehr langweiligen Menschen machen. Auch in diesem Extrem war ich eine ganze Zeit, habe jetzt aber langsam verstanden, dass die Balance zwischen diesen zwei Welten der Schlüssel zu einem geilen und erfüllten Leben ist.

Das musst dich also nicht zwischen einem sinnhaften, aber trockenen und einem spaßigen, aber leeren Leben entscheiden. Du kannst beides kombinieren! Du kannst ein geiles Leben haben, indem du dich zu speziellen Anlässen auf genau das fokussierst. Gleichzeitig kannst du dich bspw. in deiner Arbeit auf deine Werte fokussieren. Sodass du auch wirklich das machst, wofür du auf diesem Planeten bist.

Genau in diesem Moment kannst du dich fragen: „Hey, war ich bisher sehr hedonistisch veranlagt? Ist das der Grund, wieso ich mich gerade so leer fühle?

Oder du merkst: „Hey, mir geht es gerade gut, weil ich mich trotz dieser Einschränkungen immer noch auf meine Werte konzentrieren kann, ich immer noch das machen kann, was ich sowieso machen würde.

Wenn du dich gerade leer fühlst, dann biete ich dir an, die Zusammenarbeit mit mir zu suchen, denn genau das ist die Kernessenz meines Mentorings: Leute zu ihrem Lebenssinn zu begleiten. Sodass sie ihre Bestimmung nicht nur finden, sondern sie sich selbst geben.

Deine Stärken kennenlernen und mit ihnen etwas zu erreichen im Leben. Dieses Gefühl von innerer Klarheit, innerer Ruhe und Frieden spüren.

Auch in diesen Zeiten. Der Frieden ist schlussendlich in dir, nirgends da draußen, genau wie die Freiheit auch eine Entscheidung ist, die du in dir drin triffst.

Du kannst selbst in Quarantäne in einem kleinen Zimmer frei sein, wenn du dich auf deine Werte konzentrierst.

Frage dich selbst:

  • Wie hast du dich die letzten Monate gefühlt?
  • Hast du gehofft, dass es bald vorbei ist?
  • Und jetzt, nach Ankündigung des zweiten Lockdowns, hast du das Gefühl, du hältst es nicht mehr aus?
  • Bist du der Meinung, dass es gerade ungerecht ist, was dir passiert? Hast du Angst?

Wenn ja, dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass du die letzten Jahre zu hedonistisch gelebt hast, und du spätestens jetzt definitiv in die andere Richtung gucken solltest.

Und wenn du dir denkst: „Mir geht’s verdammt gut. Ich merke, dass die Zeit ein Test für mich ist. Ein Test, den ich bereit bin zu gehen, weil ich verstanden habe, dass ich durch diesen Test nur noch stärker werde. Dass ich eine bessere Person werden und auch nach dieser Zeit einfach wieder aufs nächste Level kommen werde“…

…dann bist du wahrscheinlich schon auf einem sehr guten Weg.

Schreib gern in die Kommentare, wie es dir gerade geht.

Peace out und bis bald,

dein Mischa

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