“You get a quick spurt of happiness before your brain returns to neutral.”

“Habits for a happy brain” von Loretta Graziano Breuning handelt wie der Name schon andeutet, von unseren Glückshormonen, die dafür sorgen, dass du dich gut fühlst. Hast du dich jemals gefragt, was dich glücklich macht und was dich gestresst oder ängstlich fühlen lässt?

Wir Menschen haben vier primäre Hormone, die uns ein gutes Gefühl geben und uns leicht “high” machen. Du hast sie sicherlich schon einmal gehört: Dopamin, Endorphin, Oxytocin und Serotonin. Eine kurze Übersicht, wann du welches Hormon ausstößt:

Dopamin: Wenn du dir eine Aufgabe vornimmst und sie erledigst.
Beispiele: Du hast dein Zimmer aufgeräumt, ein Buch gelesen oder dir etwas zu Essen gekocht. Aber auch: Du hast masturbiert, stundenlang Videospiele gespielt, eine Zigarette geraucht oder Glücksspiel betrieben.

Endorphin: Es maskiert deinen Schmerz, wenn es um dein Überleben geht oder du großen, körperlichen Schmerz verspürst.
Beispiele: Wenn du angegriffen wirst und um dein Leben rennen musst, auch beim Sport, wenn du wieder an deine Grenzen gehst.

Oxytocin: Wenn du Personen vertraust und eine Verbindung zu ihnen aufbaust.
Beispiele: Bei einem Gespräch mit einer Person, die du magst oder wenn du mit Freunden unterwegs bist und dich ihnen verbunden fühlst.

Serotonin: Wenn du Anerkennung erhältst und dich sozial gefestigt fühlst.
Beispiele: Du erhältst ein Kompliment und spürst die Anerkennung deiner Mitmenschen, aber auch: Du hast eine hohe Follower Anzahl auf Social Media Plattformen.

Alles, was du tust, tust du unterbewusst, um dich gut zu fühlen. Jedoch flacht das Glücksgefühl nach einiger Zeit ab, weswegen du stetig auf der Suche nach neuen Möglichkeiten bist, deine Glückshormone auszustoßen. Unternimmst du nichts, um dich glücklich zu fühlen, stößt du das Stresshormon Cortisol aus. Es gibt dir ein schlechtes oder ängstliches Gefühl, dabei ist es nur der Bote einer Nachricht: Dir fehlt etwas oder du bist kurz davor, etwas zu verlieren.

Aus diesem Grund fühlst du dich jedes Mal schlecht, wenn du vor deinen Freunden runtergemacht wirst, dein Partner oder deine Partnerin ein Date absagt oder du nicht das bekommst, was du willst. Dein Körper signalisiert dir, dass es nicht so läuft, wie es laufen sollte. Das Problem ist, dass diese Stressreaktionen früher nötig waren, um dein Leben zu sichern. Wenn du einen Säbelzahntiger gesehen hast, musstest du Cortisol ausstoßen, um die nötige Motivation zum Wegrennen zu erhalten. Ein Ausstoß aus der Gesellschaft bedeutete im Umkehrschluss den Tod, denn zu Steinzeiten konnten unsere Vorfahren alleine nicht überleben.

Dies führt dazu, dass wir uns heute fast schon genötigt fühlen, irgendetwas gegen unseren Stress zu unternehmen. Wir leben in einer Zeit, in der wir nur einen Knopfdruck von Glückshormonen entfernt sind. Manche betrinken sich, manche gehen ins Casino, ein anderer vertieft sich in Videospiele und so weiter. Ohne es zu merken, landen wir dadurch in einem Teufelskreis, denn all diese Hormone machen uns süchtig.

Suchen wir uns in oberflächlichen und kurzweiligen Beschäftigungen Zuflucht, schaden wir uns letztendlich selbst. Alkohol ist nicht gut für unseren Körper, Videospiele können bei Überkonsum den Hang zur Realität verlieren lassen und Glücksspiele verbrennen unser Geld.

Der einzige Weg, nicht in diesen Teufelskreis zu kommen, ist nichts zu tun. Mit der Zeit lernt dein Verstand, dass dein Leben NICHT auf dem Spiel steht, wenn du einen oder mehrere Freunde verlierst, gekündigt wirst oder deine Freundin mit dir Schluss macht. Machst du dies eine Zeit lang, beziehungsweise machst du nichts eine Zeit lang, bleibt das Cortisol früher oder später aus, weil du keinen Grund hast, dich bedroht zu fühlen.

Dir deiner Hormone bewusst zu werden, ist insofern wichtig, dass du weißt, dass die negativen Erfahrungen, die du machst, nicht so schlimm sind, wie dein Körper es dir mitteilt. Alleine dies zu wissen, schwächt das Gefühl und lässt dich mit einem klareren Verstand handeln.

Yes, das war meine Review für diese Woche! Wenn dich das Thema interessiert und du mehr wissen möchtest, empfehle ich dir, das Buch auf jeden Fall anzuschauen.

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