Facebook. Instagram. Snapchat. WhatsApp. Google.

Heutzutage haben wir Zugang zu jeder Information im kleinsten Detail. Du kannst Kontakte zu Freunden in fernen Ländern pflegen, Fotos deiner Abenteuerreisen posten und deinen besten Freunden quasi vom Klo aus Nachrichten schicken. Du kannst dir den ganzen Tag lang im Wechsel die geilsten Instagram-Models und den neusten Shit auf Netflix reinziehen. Wow. Und es wird noch besser: Bis auf den Internetzugang ist alles umsonst! Keinen Cent (bis auf Netflix) kostet dich dieses Überangebot an Online-Content, welcher dein Leben vermutlich nicht mal zu einem Prozent bereichern wird.

Ich habe letztens realisiert, wie sehr sich unsere Welt in den letzten fünf bis zehn Jahren verändert hat. Der obige, zugegeben etwas offensive, Text soll eines verdeutlichen:

Wir müssen uns bewusst werden, in was für einer Zeit wir leben.

Ich bin in unterschiedlichsten Ländern auf Reisen und sehe dennoch überwiegend nur ein Bild: Menschen, die auf ihr Smartphone starren. Ja, selbst in sehr armen Ländern, in denen manche sich nicht mal ordentliche Kleidung leisten können, haben die meisten dennoch irgendeine Form von Gerät, welches ihnen den Zugang zum Internet ermöglicht. Wann hast du das letzte mal jemanden gesehen, der im Zug sitzt und ein Buch liest, statt ständig auf sein Smartphone zu schauen? Rein subjektiv betrachtet kommt dies einem Suchtverhalten schon sehr nah.

Versteht mich nicht falsch, es ist etwas Wunderschönes, in diesem digitalen Zeitalter zu leben und von all den neuen Möglichkeiten zu profitieren. Ich will auch gar nicht sagen, dass ich nicht auch zu denjenigen gehöre, die ständig auf ihr Smartphone starren. Noch nie war es so leicht wie heute, sein Hobby zum Beruf zu machen, in seiner Leidenschaft aufzugehen und damit seine Brötchen zu verdienen. On Top kannst du währenddessen noch die ganze Welt bereisen. Ich bin wirklich dankbar für die Zeit, in der wir leben dürfen. Aber man sollte die negativen Seiten nicht unbeachtet lassen.

Ich, als jemand, der mithilfe von Social Media eine Existenz aufgebaut hat, will, dass du eines verstehst: All die Dinge da draußen – die Abenteuerfotos, die teuren Uhren und andere Luxusgüter – all das mag dich vielleicht motivieren, deine Ziele zu verwirklichen, aber je mehr du auf die Fotos von anderen guckst, desto schneller kann es passieren, dass du gar nicht mehr damit aufhören kannst. Dein Blick wendet sich auf das Äußere, das Oberflächliche, und die einst motivierenden Fotos lassen dich Neid oder Frustration darüber verspüren, dass alle anderen sich dies oder das leisten können, du aber nicht. Wo das endet, weißt du genau: in einer Abwärtsspirale. Was du aber willst, ist eine Aufwärtsspirale!

„Wie schaffe ich das, Mischa? Ich dachte ich muss jeden Tag mindestens fünf motivierende Zitate lesen und mir die Fotos von denjenigen vor Augen halten, die schon alles das haben, was ich auch erreichen will?“ 

Herzlichen Glückwunsch! Du hast offiziell Unkraut in deinem eigenen Garten gezogen. 

Der Schlüssel zum Erfolg ist es, sein Inneres zu kennen. Du musst es verstehen, daran arbeiten und es fokussiert in eine Richtung lenken. Das bedarf Aufmerksamkeit – innere Aufmerksamkeit. Die erlangst du nicht, indem du deine Aufmerksamkeit auf Millionäre und Pseudo-Internet-Gurus richtest. Genau so wenig erlangst du sie, indem du den ganzen Tag nach Aufmerksamkeit und Bestätigung bei anderen suchst. 

Beobachte mal dein Handy-Verhalten in den nächsten Tagen. Holst du es raus, wenn du auf die Bahn wartest? Scrollst du durch deinen Feed, wenn du mit Freunden unterwegs bist? Ärgerst du dich, wenn du zu wenig Likes auf deine Fotos bekommst? Es gibt heute bereits etliche Bildschirm-Zeit-Apps, die dir zeigen, wie viel du am Smartphone hängst und welche Inhalte du nutzt. Diese können helfen, sich bewusst zu werden, wie viel Zeit und Energie wir verschwenden, die wir produktiv für andere Dinge hätten aufwenden können.

Wie Marcus Aurelius zu sagen pflegte:

„He who lives in harmony with himself lives in harmony with the universe.“

Harmonie. Stelle sie her. Lerne es, dich zu lieben, so wie du bist. Nicht erst wenn du dies, das und jenes besitzt. Du bist wunderbar, so wie du bist. Dein Fokus verdient dich und nicht die digitale Realität. Lerne, mit den heutigen Werkzeugen umzugehen. Erkenne, was dir gut tut und was nicht. Lerne deine Gedanken und deine Gefühle zu reflektiere. Erkenne dich selbst.

Bist du es dir wert, dir die Aufmerksamkeit zu schenken, die du verdienst? 

Ich freue mich, dir meine Ansichten zu einigen Dingen zu erläutern und vielleicht der Grund dafür sein zu dürfen, dass du einige Dinge mit einem etwas anderen, kritischen und selbstreflektierendem Auge betrachtest. Ich hoffe, du liest diese Zeilen gern. Lass es mich gern in den Kommentaren wissen.

Weitere Insides bekommst du im ChainlessLIFE Podcast.

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